John-Christoph Baalmann: Tafelmalerei in Unterfranken

unter besonderer Berücksichtigung der Würzburger Malschule (1420-1520)

Würzburg im 15. und frühen 16. Jahrhundert. Die mondän im Talkessel liegende Stadt zeigt sich rebenumkränzt, von Reichstagen verwöhnt, bekrönt von der Marienburg, über 650 Jahre lang Regierungssitz der Fürstbischöfe, Herzöge in Franken und Bischöfe von Würzburg. Das Stadtbild weist ein dichtes Gespinst an Kirchen, Kapellen und Klöstern auf. Dieses ist das künstlerische Betätigungsfeld Tilman Riemenschneiders. Seine Bildhauerwerkstatt bringt epochale Meisterwerke in großer Zahl hervor. Sein Personalstil trifft die Mode des mainfränkischen Publikums ins Mark. Seine Kunst wurzelt in einer Tradition, in der Bildhauerei und Malerei sich gegenseitig befruchten.

Der reichhaltige Bestand an Tafelgemälden liegt im Fadenkreuz meiner entstehenden Dissertation, deren als Corpus angelegter Katalog und rund 1000 ausgewählte, selbst angefertigte Digitalfotos dokumentieren, dass Würzburg eine spätgotische Malschule von überregionalem Rang gehabt hat. Doch der mittelalterliche Kunstbestand wurde seit 500 Jahren bis auf wenige Prozent dezimiert, die sich im ehemaligen Fürstbistum, dem heutigen Regierungsbezirk Unterfranken und der Diözese Würzburg, erhalten haben. Dieser Internetauftritt präsentiert sowohl für Fachleute als auch für Laien ein paar fokussierende Blicke auf meine Forschungstätigkeit und zugleich auf nie gesehene Details im Würzburger Kunstschaffen der Spätgotik.

Bitte klicken Sie doch mit Ihrem Cursor auf die verschiedenen Themenbereiche der Leiste oben links und rechts des Bildes. Es wird Sie ein wenig vertraut machen mit einer farbenfrohen, zunächst etwas fremd anmutenden Welt, die sich jedoch bei näherer Betrachtung als unsere eigene entpuppt. Über Lob und Tadel freut sich mein Gästebuch, aber Sie können selbstverständlich auch eine Mail oder Postkarte schicken.